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Kirche

Kapelle2007

Der allerorts bekannte Ausspruch: „Ihr seid lebende Burgenländer und tote Steirer”, hat seine Gültigkeit verloren. Denn Hackerberg hat seit dem Jahre 1970 einen eigenen Friedhof. Seit den ersten Aufzeichnungen gehören die ungarischen Gemeinden, entlang der Lafnitz als Grenzfluss, pfarrlich nach Österreich bzw. seit 1921 in die Steiermark. Der untere Teil gehörte zur Pfarre Stinatz. Viele Bemühungen, Hackerberg in die Diözese Eisenstadt einzugliedern, scheiterten am Willen der Bevölkerung. So werden wir seelsorglich von der Pfarre Neudau betreut.

Den Entschluss, eine eigene Kapelle zu bauen, fasste man schon Jahre vor dem 2. Weltkrieg. Eine Haussammlung in Hackerberg und Umgebung wurde durchgeführt und ein Blochziehen veranstaltet. Leider wurde dieses Geld im Jahre 1939 durch die Nationalsozialistische Regierung beschlagnahmt. In den 60er Jahren wurde dieser Wunsch wieder aktuell. Doch man fand dafür kein geeignetes Grundstück.

Das erste Grab am damals neuen Hackerberg Friedhof Sehr beschwerlich waren die Begräbnisse. Bei jedem Wetter mussten die Toten vom unteren Teil zum Friedhof Stinatz, vom oberen Teil und Tscharnberg nach Neudau gebracht werden. Ein Friedhof wurde notwendig. Im Jahre 1968 übernahm die Gemeinde unter Bgm. Anton Zsifkovits dieses Vorhaben. Ein Grundstück in der Nähe der Volkschule wurde dafür angekauft. Es sollten ein Friedhof, eine Aufbahrungshalle und eine Kapelle gebaut werden. Mit der Hilfe der Bevölkerung konnten diese Vorhaben im Jahre 1971 vollendet und am 4. September die Baulichkeiten eingeweiht werden.

In der Filialkapelle, die dem Hl. Kreuz geweiht wurde, werden Gottesdienste, Maiandachten und die Begräbnisse gefeiert. In der Zeit um das Kirchenweihfest (14. September) wird jährlich das traditionelle Dorffest, beginnend mit der Kreuzprozession zum Festplatz gefeiert.